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Reinigung von Haut und Haar - was alles unter die Haut gehen kann
Seifen, Duschgels, Haarshampoos & Co sollen uns bei der Reinigung von Haut und Haar helfen. Einige Inhaltsstoffe können aber auch schädlich auf uns und/oder unsere Umwelt wirken.
Haare waschen Die Deklaration der Inhaltsstoffe von Kosmetika nach einer EU-Richtlinie verbindlich geregelt. Unter dem Titel “Ingredients” sind auf der Kosmetikverpackung alle Inhaltsstoffe nach den Regeln von “INCI” zu finden. (INCI: International Nomenclature Cosmetic Ingredient). Die Angabe der Inhaltsstoffe auf der Verpackung erfolgt in absteigender Reihenfolge der Konzentration. Werfen Sie einen Blick auf die Inhaltsstoffe Ihrer Lieblingsprodukte! Bei vielen flüssigen Reinigungsmitteln für Haut und Haar steht an erster Stelle der Inhaltsstoffdeklaration “Aqua”. Wasser ist also häufig der Hauptinhaltsstoff! Eine stark wässrige Rezeptur erfordert praktisch immer den Zusatz von Konservierungsstoffen, um den Befall durch Mikroorganismen und ein frühzeitiges Verderben zu vermeiden. Viele dieser Stoffe können aber Allergien auslösen.
Tenside wirken schmutzlösend und werden auch als waschaktive Substanzen oder Detergentien bezeichnet. Enthalten sind sie in Seife, Shampoo und Badeschaum. Bei zu häufiger Anwendung können sie - vor allem bei Babys, NeurodermitikerInnen und AllergikerInnen - den natürlichen Schutzfilm der Haut beeinträchtigen.
Duftstoffe: Die Bezeichnung Parfüm (Perfume, Fragrance) steht für ein Stoffgemisch mehrerer Einzelkomponenten. Häufig werden synthetische Moschusverbindungen eingesetzt, da sie billig sind. Von Nitro- und polycyclischen Moschusverbindungen ist aber bekannt, dass sie kaum abgebaut werden, sich im Organismus anreichern und zum Teil sogar krebserregend wirken. Dazu kommt, dass viele Duftstoffe (synthetische, aber auch natürliche) allergieauslösend wirken.
Tipp: Insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder und AllergikerInnen sollten Kosmetika ohne Duftstoffe und Konservierungsmittel verwendet werden, am besten aus kontrolliert biologischem Anbau.
Paraffin und Paraffinderivate bilden häufig die Basis von Hautpflegemitteln und sind eigentlich Abfallprodukte aus der Erdölindustrie. Sie lagern sich an der Hautoberfläche ab und können die natürliche Hautfunktion herabsetzen. Die Alternative sind Produkte auf Pflanzenöl-Basis. Diese ziehen in die Haut ein, beeinträchtigen die Hautatmung nicht und sind ökologisch günstiger, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden.
Emulgatoren sorgen dafür, dass Wasser und Öl im Endprodukt gemischt bleiben. Meist werden PEG’s (Polyethylenglykole) und ihre Derivate verwendet. Sie können die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen. Bevorzugen Sie deshalb Produkte, die ohne synthetische Emulgatoren auskommen.
Formaldehyd und formaldehydabspaltende Stoffe können als Konservierungsmittel in Kosmetika enthalten sein. Alle Inhaltsstoffe von Kosmetika müssen mit bestimmten Namen (INCI-Bezeichnungen) deklariert werden. Formaldehyd und seine Abspalter finden sie unter den INCI-Bezeichnungen: Formaldehyde, Imidazolidinyl Urea (Imidazolidinyl Harnstoff), Diazolidinyl Urea (Diazolidinyl Harnstoff), DMDM Hydantoin, 2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol (Bronopol) und 5-Bromo-5-Nitro-1,3-Dioxane (Bronidox).
Tipp: Insbesondere wenn Sie wissen, dass Sie auf Formaldehyd allergisch sind, dann sollten Sie auf Kosmetika mit diesen Inhaltsstoffen verzichten. Aber auch andere Konservierungsstoffe, Duftstoffe und einige andere Inhaltsstoffe können für Allergien auf Kosmetika verantwortlich sein. Details zu den Wirkstoffen von Seife, Duschbad und Co, zur Funktionsweise unserer Haut und zum Für und Wider der vielen angebotenen Produkte und der umweltschonenden Alternativen erfahren Sie in unseren Vorträgen.
Fundstelle: www.umweltberatung.at/start.asp?ID=1329
17.12.2010 bei 10:53
Die Auflistung ist super. Ich muss selbst ganz genau darauf achten, was für Produkte ich nutzen darf. Da mir die hilflose Suche in Supermärkten oder Drogerien meist zu gefährlich und auch zu anstrengend ist, lasse ich mich immer in der Apotheke beraten.