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Epic-Studie

Dieser Eintrag stammt von Jörg Am 1.2.2009 @ 14:56 In Krebs, Ernährung | Keine Kommentare

(European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)

 Epic ist die bisher weltweit größte wissenschaftliche Langzeitstudie, die vor mehr als 10 Jahren in 10 europäischen Ländern begonnen wurde, um herauszufinden, welche Rolle Ernährung, Lebensweise, Stoffwechsel usw. Faktoren bei der Krebsentstehung sind. Zur Zeit sind mehr als 500.000 Freiwillige an der Studie beteiligt. Erste Ergebnisse wurden 2001 in Lyon vorgestellt. 

Bis zu 35 Prozent aller Krebsfälle sind auf falsche Ernährung zurückzuführen. 

Es ist bereits jetzt evident, dass die Ernährung und Krebserkrankungen, speziell der Brust, des Verdauungstraktes, der Lunge, der Prostata und zusammenhängen. Die EPIC-Studie analysiert die teilweise sehr komplexen biologischen Mechanismen der Krebsentstehung durch Ernährungsfaktoren. 

Bis jetzt können erst einige wenige allgemeine Ernährungsempfehlungen gegeben werden. So senkt der tägliche Verzehr von Obst und Gemüse das Risiko, an Magen-, Darm- oder Lungenkrebs zu erkranken. Ein hoher Fettkonsum dagegen scheint bei Frauen das Risiko zu erhöhen, an Brustkrebs zu erkranken.  Wer durchschnittlich 456 Gramm Obst und Gemüse am Tag isst, verringert das Magenkrebs-Risiko um 45 Prozent im Vergleich zu jenen, die durchschnittlich nur 287 Gramm zu sich nehmen. Ähnlich stark reduziert ein Pfund Obst am Tag das Risiko für Bronchial-Krebs. 

Ballaststoffe:

Wer durchschnittlich 34 Gramm täglich zu sich nimmt, hat ein um 40 Prozent geringeres Risiko für kolorektale Karzinome als Menschen, die nur zwölf Gramm essen. Der Schutzeffekt ist der EPIC-Studie zu Folge im linken Kolon am größten und im Bereich des Rektums am geringsten. 100 Gramm Obst enthalten drei Gramm Ballaststoffe, Vollkornbrot doppelt so viel. 

FAZIT

Aus der EPIC-Studie mit über 500 000 Teilnehmern lässt sich ableiten, dass man mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse täglich essen sollte, mindestens 30 Gramm Ballaststoffe und nicht mehr als 30 Gramm Fleischprodukte, um sein Risiko für eine Krebserkrankung möglichst gering zu halten. 

Fundstelle:   Ärztezeitung vom 18.3.2004


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