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Zink beugt wirklich Infektionen vor

Dieser Eintrag stammt von Jörg Am 5.3.2009 @ 19:10 In Kinder | 1 Kommentar

Erhalten Kinder mit der Nahrung eine Zinksupplementation, ist bei ihnen die Rate von Atemwegserkrankungen vermindert. Dies hat jetzt erneut eine Studie bestätigt.  Dr. Robert E. Black und seine Kollegen von der Johns Hopkins Universität in Baltimore im US-Staat Maryland haben die Ergebnisse ihrer Studie dazu in der Zeitschrift “Pediatrics” (102, 1998, 1) veröffentlicht. Sie haben gemeinsam mit indischen Kollegen untersucht, welchen Effekt die Supplementation mit zehn Milligramm elementarem Zink auf die Inzidenz und Prävalenz von akuten Atemwegserkrankungen bei Kindern hat. Aufgenommen in die doppelt-blinde Zufallsauswahl-Studie wurden 609 Kinder. Von ihnen erhielten 298 Zink, der Rest ein Scheinmedikament. Die Kinder waren zwischen sechs und 35 Monaten alt. Supplementiert und beobachtet wurde während eines halben Jahres.  

Ergebnis: Nach 120 Tagen der Supplementation ging der Anteil der Kinder mit Plasma-Zink-Konzentrationen unter 60 Mikrogramm pro Deziliter von 36 Prozent auf zwölf Prozent in der Zink-Gruppe zurück. In der Kontrollgruppe stieg er im Gegensatz dazu von 37 Prozent auf 44 Prozent. Die Rate der akuten Infektionen der unteren Atemwege war bei den Kindern, die die Substitution erhalten hatten, deutlich erniedrigt. Sie betrug bei ihnen 0,2 Episoden pro Kind und Jahr, im Vergleich zu 0,35 Episoden pro Kind und Jahr bei den Kindern der Kontrollgruppe. Damit ergab sich eine um 45 Prozent verminderte Inzidenz solcher Atemwegsinfektionen durch die Zinksubstitution.   Wie wirkt Zink? Eine Möglichkeit ist, daß die Substitution den Immunstatus verbessert und so Infektionen vorbeugt. Die andere Möglichkeit ist, daß Zink direkt antiviral wirkt. Quelle:  Ärztezeitung   23.10.1998

Zink hilft bei Grippe   

Das Ergebnis der Doppelblindstudie: 100 Teilnehmer einer Studie in Cleveland, Ohio, bekamen entweder  65 mg Zink pro Tag oder ein Placebo innerhalb von 24 Stunden nach Ausbruch einer Grippe. Die 50 Probanden, die Zink bekommen hatten litten kürzer unter Husten, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schnupfen. Noch imposanter: Während die Placebopatienten durchschnittlich 7,6 Tage unter der Grippe litten, waren die Zinkprobanden im Schnitt nach 4,4 Tagen beschwerdefrei.Wie Zink dies bewerkstelligt ist noch nicht genau bekannt. Forscher vertreten zwei Hypothesen. Die einen verweisen auf Experimente, in denen Zink die Vermehrung von Viren hemmte, andere meinen, dass Zink die Immunreaktionen verstärkt. 

Fundstelle:  New England Journal of Medicine


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