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Zink, Folsäure und Biotin bei Haarausfall

Bei der Behandlung von Haarausfall ist auch eine Ernährungsumstellung einzubeziehen. Haarausfall kann bei vielen Betroffenen durch eine ausreichende Zink-, Folsäure- und Biotinzufuhr reduziert werden, wenngleich er überwiegend genetische Ursachen oder krankheits- und medikamentenbedingt ist. Menschen, die untergewichtig sind, müssen zunehmen, um dem Haarausfall Einhalt zu gebieten. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Zink, Folsäure und Biotin trägt dazu bei, dass schöne Haare möglichst lange erhalten bleiben und Haarausfall gestoppt werden kann.  Haare erneuern sich unter gewöhnlichen Umständen regelmäßig. Spätestens nach sechs Jahren macht das alte Haar Platz für ein neues, so dass ein täglicher Haarausfall von 80 bis 100 Stück ganz normal ist. Unter Haarausfall verstehen Hautärzte den Ausfall von mehr als 100 Haaren täglich über einen längeren Zeitraum hinweg. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang das essenzielle Spurenelement Zink. Es ist an der Bildung von Keratin beteiligt, einem Hauptbestandteil von Haaren, Haut und Nägeln. Zudem ist Zink an der Bildung und Quervernetzung von Kollagen beteiligt. Kollagen verankert nicht nur das Haar in der Haut, sondern ist auch für die Haarstruktur von Bedeutung. Zinkmangel, unter dem in Deutschland viele Menschen leiden, kann sich beispielsweise in Alopecia areata, dem kreisrunden Haarausfall, manifestieren.  

Zinkreiche Lebensmittel sind Rindfleisch, Eier, Käse sowie Austern. Bei starkem Haarausfall ist es ratsam, täglich 15 Milligramm Zink in einer für den Körper gut resorbierbaren Form wie beispielsweise Zink-Histidin einzunehmen. Auch Folsäure ist wichtig, da es eine zentrale Bedeutung für das Zellwachstum und die Zellerneuerung hat. Die Zufuhr von Folsäure ist in Deutschland kritisch und entspricht nur in seltenen Fällen den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. Zu den Lebensmitteln, die an der Folsäurezufuhr beteiligt sind, zählen vor allem grüne Blattgemüse, aber auch Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.  Das zu den B-Vitaminen zählende Biotin ist am Proteinstoffwechsel beteiligt und somit für die Bildung der Eiweißstruktur der Haare notwendig. Bei Haarausfall sollten mindestens 60 bis 90 Mikrogramm Biotin mit der Nahrung aufgenommen werden. Eine Unterversorgung mit Eisen führt zu brüchigen Haaren, wohingegen sich ein Defizit an Jod durch trockenes Haar äußern kann. Viele Nahrungsinhaltsstoffe sind mit dem Haarwuchs verknüpft, so dass es notwendig ist, dem Körper durch eine haargesunde Ernährung alle benötigten Substanzen zu liefern. Neben der Ernährungstherapie des Haarausfalls muss jedoch auch die medizinische Seite beachtet werden. So sollte beispielsweise abgeklärt werden, ob beispielsweise eine Schilddrüsenfunktionsstörung vorliegt, die sich durch Haarausfall bemerkbar machen kann.  

Zufuhrempfehlungen für Vitamine und Mineralstoffe, die am Haarwuchs beteiligt sind: 
Empfohlene tägliche Zufuhr (D.A.CH. 2000)- Empfohlene tägliche Zufuhr bei Haarausfall (GfED)

Nährstoff:
Biotin: 30-60 Mikrogramm // 60-90 Mikrogramm
Folsäure: 400 Mikrogramm-Äquivalent // 600 Mikrogramm-Äquivalent
Zink: 7-10 Milligramm // 15-30 Milligramm Zinkhistidin
Jod: 200 Mikrogramm // 200 Mikrogramm
Eisen: 10-15 Milligramm // 15 Milligramm
Protein: 0,8 Gramm // 1,0 bis 1,2 Gramm  

Fundstelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, Bad Aachen  

lesen Sie auch:   http://www.gesundheit.com/gc_detail_7_vitumin27_7.html

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