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Gesundheit und Lebensstil

Wie wichtig der eigene Lebenswandel für die Gesundheit ist, können Sie selbst erkennen, wenn Sie einfach mal im Alltag die Menschen auf der Straße beobachten. Was sehen Sie?  Sie sehen fitte alte Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, sich angeregt unterhalten oder Ihre Einkäufe problemlos selbst trauen. Aber Sie sehen auch viele Menschen, die deutlich älter aussehen und scheinen, als sie wirklich sind. Das Alter in unserem Pass hat nämlich mit unserem echten, biologischen Alter nichts zu tun. Es gibt Sechzigjährige, die leicht die Leistungsfähigkeit von Vierzigjährigen erreichen. Und der alte Spruch „Zwanzig Jahre lang vierzig bleiben“ ist heutzutage keine Floskel mehr, wenn Sie etwas dafür tun.  

Auf der anderen Seite sehen Sie Kinder und Jugendliche, die entweder extrem dünn oder aber besonders dick sind. Und tatsächlich leiden immer mehr junge Menschen unter Krankheiten, die früher nur bei den „Alten“ anzutreffen waren.  Dazu gehören:

  • Diabetes Typ II: Heute zeigen bereits mehr als 15 Prozent der Kinder unter 12 Jahren typische Anzeichen des sogenannten Altersdiabetes. 
  • Arteriosklerose: In jeder Schulklasse vor dem Abitur finden sich schon Jugendliche mit Ablagerungen in den Blutgefäßen, dem typischen Zeichen für eine Arteriosklerose. Herzinfarkt und Schlaganfall sind vorprogrammiert, und zwar nicht erst mit 50 Jahren.
  • Gelenkverschleiß: Arthrose findet sich in den medizinischen Lehrbüchern meist erst bei der Patientengruppe über 50 Jahre. Heute aber sind bereits jugendliche vom Gelenkverschleiß betroffen. Die Gründe dafür sind Bewegungsmangel und Übergewicht.       
  • Übergewicht und Fettstoffwechselstörung.  

Alle diese Beschwerden werden immer gerne unter dem Begriff „Alterserkrankungen zusammengefasst, weil sie früher nur bei alten Menschen auftraten. Heutzutage sollte man sie besser „Lebensstilerkrankungen“ nennen. denn sie gehen alle auf eine sitzende Lebensweise mit übermäßigem und ungesundem Essen zurück.Selbst bei Neugeborenen erkennen wir heute schon erste Anzeichen von Übergewicht und viel zu vielen Fettzellen. Das Körpergewicht der Neugeborenen ist in den letzten 20 Jahren um mehr als 10 Prozent angestiegen. Vor allem durch schlechte Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft werden das Übergewicht und die Fettstoffwechselstörung in die Wiege gelegt. Dies alles sind deutliche Hinweise darauf, dass Gesundheit kaum etwas mit dem Lebensalter oder mit dem Erbgut – das ist die bequemste Ausrede – zu tun hat, sondern in allererster Linie mit der Art und Weise, wie wir leben. Oder, um es genauer zu sagen, mit der Frage, ob wir das Richtige in den richtigen Mengen essen, ob wir unseren Geist, unseren Körper und unsere Seele ausreichend anregen und belasten, ohne sie zu überlasten, und ob wir in einer gesunden Umgebung leben. 

Autor:  Prof. Froböse 

Auszug aus dem Buch: Versteckte Krankheiten   ISBN 978-3-8338-1146-3

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