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Bei Stress-Inkontinenz: Speckbremse ziehen!

Der Leidensdruck von harninkontinenten Frauen ist extrem. Den Übergewichtigen unter ihnen hilft eine einfache Maßnahme: abspecken – so das Ergebnis einer amerikanischen Studie. Ein paar Kilos weniger reicht oft schon. An der Untersuchung nahmen 338 übergewichtige Frauen teil. Sie klagten über mindestens zehn Inkontinenzepisoden pro Woche. Zwei Drittel von ihnen engagierten sich schon seit etwa sechs Monaten für eine bessere Figur: Sie beteiligten sich an einem Abspeckprogramm, bestehend aus Diät, Bewegung und Verhaltensmodifikationen. Die übrigen Teilnehmerinnen hörten sich im gleichen Zeitraum nur vier Informationsvorträge zu Gewichtsreduktion, körperlichen Aktivitäten und gesunder Ernährung an.   Nach Ablauf des halben Jahres hatten die Frauen aus der aktiveren Gruppe durchschnittlich 7,8 kg, entsprechend 8 % ihres Körpergewichts, verloren. In der Kontrollgruppe waren es nur 1,5 kg weniger (1,6 % des Körpergewichts). Die stärkere Gewichtsabnahme ging mit einer Verringerung der Inkontinenzepisoden um fast die Hälfte einher, verglichen mit 28 % bei den weniger erfolgreichen Kandidatinnen. Wissenschaftlich relevant war die Auswirkung der Maßnahmen aber nur bezüglich der Stress-, nicht aber der Dranginkontinenz . Insgesamt berichteten etwa doppelt so viele Frauen aus der Abspeckgruppe über einen Rückgang jedweden unfreiwilligen Urinabgangs von mehr als 70 %.  Nach diesen Ergebnissen scheint der günstige Einfluss auf die Harninkontinenz ein weiteres Argument für eine moderate Gewichtsreduktion bei Fettleibigkeit zu sein – neben den bereits bekannten positiven Effekten auf die Gesundheit.

Leslee L. Subak et al., N Engl J Med 2009; 360: 481–490  Fundstelle:  Medical Tribune    http://www.medical-tribune.de/patienten/news/23585/  

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