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So beeinflusst der Stoffwechsel das Demenzrisiko
Dieser Eintrag stammt von Jörg Am 2.4.2009 @ 22:34 In Gesundheit allgemein, Ernährung | Keine Kommentare
Rauchen, Alkohol, fettreiches Essen … Die Liste der Risikofaktoren für Demenz-Erkrankungen ist lang. Nun haben die “Archives of Neurology” ein komplettes Themenheft den Zusammenhängen zwischen Stoffwechselstörungen und dem Demenzrisiko gewidmet.
Das Themenheft hat mehrere Studien zusammengetragen. Hier ein kurzer Überblick:
1) Frauen mit metabolischem Syndrom
Kristine Yaffe, Universität San Francisco, untersuchte mit ihrem Team annähernd 5.000 Frauen im durchschnittlichen Alter von 66,2 Jahren, die zu Beginn der Studie keine Anzeichen geistigen Abbaus aufwiesen. 497 Probandinnen hatten ein metabolisches Syndrom. 36 von ihnen (7,2 Prozent) entwickelten innerhalb der folgenden vier Jahre eine kognitive Verschlechterung. Bei den Frauen ohne metabolisches Syndrom traf dies nur auf 4,1 Prozent zu. Jede zusätzliche Komponente des metabolischen Syndroms ließ das Demenzrisiko um weitere 23 Prozent anwachsen.
2) Adipositas bei älteren Männern
Ältere Männern (nicht jedoch Frauen) mit Adipositas tragen ein erhöhtes Risiko, dass binnen sieben Jahren ihre geistige Kapazität nachlässt. Das haben Alka M. Kanaya und Kollegen, Universität San Francisco, in der Health ABC Study mit über 3.000 älteren Männern nachgewiesen.
3) Auch Untergewicht ist riskant
Daten von 2.798 Senioren mit einem Durchschnittsalter von 74,7 Jahren ohne Demenzzeichen analysierte ein Team um Annette L. Fitzpatrick von der University of Washington in Seattle. Innerhalb eines Zeitraums von durchschnittlich 5,4 Jahren erkrankten 480 Personen an Demenz. Stark gefährdet waren solche Probanden, die mit 50 Jahren stark übergewichtig (Bodymass-Index [BMI] > 30) waren. Die höchsten Demenzraten fanden sich unter den Teilnehmern, die im Alter untergewichtig (BMI < 20) waren.
4) Erhöhtes LDL und Diabetes beschleunigen Verfall
Den Verlauf einer bereits bestehenden Alzheimer-Erkrankung untersuchten Elizabeth P. Helzner et al. von der Columbia-Universität in New York. Die 156 Teilnehmer waren im Schnitt 83 Jahre alt und schon zu Beginn der Studie an Alzheimer erkrankt. Einen beschleunigten Verlauf der Demenz im Verlauf der folgenden vier Jahre zeigten diejenigen Patienten, deren LDL- und Gesamtcholesterin-Werte erhöht waren. Auch Diabetes erwies sich als “Demenzbeschleuniger”.
Fundstelle: [1] http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_neurologie_alzheimer_alzheimer_123669919537.htm
Quellen / Links zu den Abstracts
1) [2] Arch Neurol 66 (2009) 324
2) [3] Arch Neurol 66 (2009) 329
3) [4] Arch Neurol 66 (2009) 336
4) [5] Arch Neurol 66 (2009) 343
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37.htm
[2] Arch Neurol 66 (2009) 324: http://archneur.ama-assn.org/cgi/content/short/66/3/324
[3] Arch Neurol 66 (2009) 329: http://archneur.ama-assn.org/cgi/content/short/66/3/329
[4] Arch Neurol 66 (2009) 336: http://archneur.ama-assn.org/cgi/content/short/66/3/336
[5] Arch Neurol 66 (2009) 343: http://archneur.ama-assn.org/cgi/content/short/66/3/343
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