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Birkenpollenallergiker vor Sojadrinks warnen
Dieser Eintrag stammt von Jörg Am 23.6.2009 @ 21:37 In Allergien/Asthma | Keine Kommentare
Auf Birkenpollenallergiker lauert Gefahr in Asia-Shops und Reformhäusern. Sojaprodukte können bei ihnen heftige Reaktionen provozieren.
Die Allergene von Birke und Soja ähneln sich verblüffend. Ob dies klinische Relevanz hat, prüften Privatdozentin Dr. Regina Treudler und Kollegen von der Universitäts-Hautklinik Leipzig an 100 Patienten mit Birkenpollenallergie. Neben Pricktests mit Sojadrink erfolgten IgE-Messungen und ein Soja-Verzehr-Interview.
Von den 100 Probanden hatten 65 bislang mindestens ein Sojaprodukt verzehrt. In etwa jedem dritten Fall (20/65) kam es hiernach zur Soforttypreaktion. Alle bis auf einen Patienten berichteten über ein orales Allergiesyndrom mit Schleimhautsymptomen wie Jucken, Schwellung und pelzigem Gefühl. Ein Angioödem erlitten fünf Patienten, in vier Fällen kam es zu Kreislaufbeschwerden, Juckreiz, Flush und Urtikaria, wie die Kollegin auf der 45. DDG-Tagung berichtete. In 58 % war dem Zwischenfall ein Konsum von Sojadrinks vorausgegangen. Seltener hatten Ketjap manis, Sojabohnen, -flocken, -pudding oder Tofu das Immunsystem alarmiert.
Birkenpollenallergiker sollten über diese mögliche Kosensibilisierung informiert sein: Gewarnt werden müssen sie vor allem vor nichthydrolysierten Produkten wie Sojadrinks.
Fundstelle: Medical Tribune, Ausgabe 22 / 2009 S.26
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