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Immunglobulin – G – Tests auf Nahrungsmittelproteine
In jüngster Zeit mehren sich erneut die Angriffe von Allergologen auf IgG-Tests, die über Magazine wie den Stern, aber auch in Fachzeitungen wie der Ärzte Zeitung transportiert werden: IgG-Antikörpertests auf Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten seien “Bauernfängerei”; die Ergebnisse der Labortests, so heißt es, seien für die Patienten ohne Nutzen und unter Umständen sogar schädlich.
Bemerkenswert an der Berichterstattung ist vor allem eines: Die Kernaussagen der fraglichen Artikel beziehen sich auf eine aktuelle Leitlinie der deutschsprachigen Allergologen, in der IgG-Tests abgelehnt werden. Diese Leitlinie wiederum - so schreiben deren Verfasser - übernehme die Position der European Academy of Allergology and Clinical Immunology (EAACI). Aber: Die deutschsprachigen Allergologen geben den Inhalt des europäischen Positionspapiers verzerrt wieder. Die EAACI-Position bezieht sich in ihrer Kritik nur auf IgG4-Tests - die Leitlinie hingegen differenziert nicht zwischen IgG und IgG4, sondern bezieht pauschal Stellung gegen sämtliche IgG-Tests.
Darüber hinaus sind die Berichte - selbst in der Ärzte Zeitung - von Unsicherheit in der Terminologie und Unkenntnis der Faktenlage geprägt. Die Ergebnisse aktueller Studien zum Thema werden ignoriert; ebenso die Patientenwahrnehmung und therapeutische Erfolge.
Dass die Angriffe im Zusammenhang mit ProImmunM gegenstandslos sind, belegt die folgende Darstellung der Fakten zur IgG-Diagnostik bei verzögerten Nahrungsmittel-Allergien (Typ III):
Der Unterschied von IgE-, IgG- und IgG4-induzierten Immunreaktionen - und die Anerkennung von IgG-Tests bei Typ III-Allergien
* ProImmunM testet IgG 1-4-Antikörper, die Auslöser für verzögerte Allergien (Typ III) sein können. ProImmunM testet keine IgE-vermittelten Sofort-Allergien (Typ I), keine singulären IgG4-Titer und keine Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Häufig werden diese unterschiedlichen Allergietypen bzw. Unverträglichkeiten verwechselt bzw. ungerechtfertigt gleich gesetzt.
* Die von ProImmunM getesteten IgG1-, IgG2- und IgG3-Antikörper stehen nicht im Zusammenhang mit Histaminausschüttung (Typ 1-Allergie, IgE-Nachweis), sondern sind Antikörper, die präzipitieren, Komplement aktivieren und damit chronisch-entzündliche Beschwerdebilder hervorrufen können.
* IgG-Antikörper werden von der EAACI ausdrücklich als Methode zum Nachweis von Typ-III-Allergenen anerkannt: “Der Nachweis allergenspezifischer IgG-Antikörper spielt andererseits für die Allergiediagnostik durchaus eine Rolle. Ein Beispiel ist die Bestimmung präzipitierender, vorwiegend zur IgG-Klasse gehöriger Antikörper gegen Typ-III-Allergene. Die Bestimmung von IgG gegen Nahrungsmittel mag gelegentlich indiziert sein. Ein Beispiel ist der IgG-Nachweis gegen Weizengliadin zur Diagnose der Zöliakie (Glutenenteropathie).” Allergo Journal 2009. 18, S.270″
* Die EAACI-Position bezieht sich nur auf IgG4-Tests: “Nahrungsmittelspezifisches IgG4 liefert keine Hinweise auf eine (drohende) Nahrungsmittelallergie oder -intoleranz, sondern stellt im Gegenteil eine natürliche Immunantwort nach Kontakt mit Nahrungsmittelbestandteilen dar.” Allergo Journal 2009. 18, S.272″. Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen, der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin, der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie und der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie behauptet, die Stellungnahme der EAACI zu übernehmen. Schon in der Überschrift bezieht sie jedoch pauschal Stellung gegen IgG4- und IgG-Tests, obwohl letzteres in der europäischen Stellungnahme so nicht formuliert ist.
Nachweis von Nahrungsmittelunverträglichkeiten und IgG
* Zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten zählen z. B. Milchzucker-Unverträglichkeit (Laktose-Intoleranz), von der ca. 10-15% der Mitteleuropäer betroffen sind, Histamin-Intoleranz (bei ca. 1% der Bevölkerung), Fruktose-Malabsorption (bei etwa 30% der Bevölkerung), Zöliakie (0,5% der Bevölkerung). Diese werden in der Regel durch Atemtests, genetische Diagnostik oder Biopsie nachgewiesen und sind nicht Gegenstand einer IgG-Diagnostik (Ausnahme: Zöliakie)
* Für den Nachweis von Zöliakie werden routinemäßig die IgG-Antikörpertiter (in Kombination mit IgA-Antikörpern) für Gewebstransglutaminase und Gliadin bestimmt (vgl. zum Nutzen der Kombination von IgG und IgA und zur Irrelevanz von IgE-Testung im Zusammenhang mit Zöliakie: Burgin-Wolff A, Berger R, Gaze H, Huber H, Lentze MJ, Nussle D: IgA und IgG gliadin antibody determinations as screening test for untreated coeliac disease in children, a multicentre study. Eur J Pediatr 1989; 148: 496-502).
* Die Behauptung der Allergologen, IgG-Antikörper seien eine natürliche Immunantwort gegen Nahrungsmittel, ist nicht korrekt. In der Regel werden alle Nahrungsmittelantigene von der Darmmukosa immunologisch toleriert (orale Toleranz) (Beleg: immunologische Lehrbücher; vgl. auch Artikel “Orale Toleranz - Immunologische Mechanismen und potentielle klinische Anwendung”; Thomas Marth, Martin Zeitz, Dt Ärztebl 1999; 96:A-1568-1570 [Heft23].
Bewertung der Studienlage
* Es gibt keine klinischen Studien, die belegen, dass IgG keine Relevanz bei verzögerten Nahrungsmittelallergien hat. Daher dürfte diese Aussage von Allergologen so nicht getroffen werden
* Es gibt aktuell mehrere klinische Studien, die belegen, dass erhöhte Mengen an IgG-Antikörpern eine Rolle spielen bei Morbus Crohn, Migräne, Übergewicht, d.h. im Zusammenhang mit chronisch-entzündlichen Pathologien.
o Übergewicht: Wilders-Truschnig, M. et al. 2008. IgG Antibodies against Food Antigens are Correlated with Inflammation and Intima Media Thickness in Obese Juveniles. Exp Clin Endocrinol Diabetes 116(4):241-5
o Morbus Crohn: Bentz, S. et al. 2007. Clinical relevance of IgG antibodies against food antigen in Crohn’s Disease - A double blind cross over diet intervention study. Presented at the 15th Annual United European Gastroenterology Week, Paris, October 2007
o Migräne: Baykal, B. B. et al. 2009. Diet restriction in migraine, based on IgG against foods: A clinical double-blind, randomized, crossover trial. Submitted: Neurology
Diese aktuellen Studienergebnisse werden jedoch ignoriert.
Patientenwahrnehmung und therapeutische Erfolge
* Ca. 20% der Bevölkerung gehen davon aus, dass sie auf Nahrungsmittel in irgendeiner Form empfindlich oder allergisch reagieren - diese Patientenwahrnehmung wird nicht ernst genommen und mit dem Hinweis darauf abgewiegelt, dass nur ca. 1-2% der Erwachsenen eine Allergie haben - wobei darunter lediglich die Sofort-Allergie (Typ I) fällt
* Langjährige positive Erfahrung mit ProImmunM bei zahlreichen Heilpraktikern und Ärzten allein in Deutschland belegen die Erfolge bei chronisch-entzündlichen Beschwerdebildern. Dies wird auch in Anwendungsbeobachtungen und eidesstattlichen Patienten- und Therapeutenerklärungen belegt. Nur weil Therapeuten mit der Umsetzung dieses Ernährungsverfahrens erfolgreich behandeln, sind Patienten bereit, diese in Anspruch zu nehmen.
* Demnach scheint die hauptsächliche Relevanz für den Einsatz einer Methode in der therapeutischen Praxis zu sein, ob diese sich im alltäglichen Härtetest der therapeutischen Praxis erfolgreich bewährt hat. Pro Immun M hat dies dokumentiert getan.
Pirmasens, 2. July 2009
Autor: Ralf Meyer Fröhnstraße 2, 66954 Pirmasens, Telefon: 06331-23920-0
Email: post@hp-meyer.de Internet: www.hp-meyer.de