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Lippenstifte mit Zusatzstoffen, die Allergien oder gar Krebs erregend sind
Was Ökotest in Lippenstiften gefunden hat, ist erschreckend.
Ohne Lippenstift in der Handtasche fühlen sich die meisten Frauen „nackt“. Die kleinen Begleiter in der Drehhülse sind mit Abstand das begehrteste Schmink-Utensil. Doch leider bringen die Stifte nicht nur verführerischen Glanz, sondern auch viel giftige Chemie auf die Lippen. Besonders die Farbpigmente und Duftstoffe haben es in sich. Sie enthalten nicht nur allergieauslösende Stoffe, sondern auch umstrittene Substanzen, von denen einige sogar unter Veracht stehen, krebserregend zu sein. Das ergab eine aktuelle Untersuchung des Verbrauchermagazins Öko-Test. Fast der Hälfte der getesteten Produkte, darunter auch teure Edelmarken aus der Parfümerie, schnitten mit „mangelhaft” und „ungenügend” ab.
Preisunterschiede bei den Testsiegern
Im Test wurden insgesamt 25 Lippenstifte in hellen Rottönen zu Preisen zwischen 1,99 und 23 Euro unter die Lupe genommen. Fünf Produkte erhielten die Bewertung „sehr gut”. Zu den Testsiegern gehörten neben drei Marken von Naturkosmetikherstellern auch der Brillant Lipstick Love Affair von Ellen Betrix (8,95 Euro) und Rouge Attraction von Lancome (22,50 Euro). Bei diesen Lippenstiften entdeckten die von Öko-Test beauftragten Labore keine bedenklichen Inhaltsstoffe.
Viele Edelmarken sind ihr Geld nicht wert
Zehn Lippenstifte fielen mit „mangelhaft” und „ungenügend” durch den Test. Fast alle enthielten Farbpigmente mit halogenorganischen Verbindungen, die als allergieauslösend gelten. Zu den Schlusslichtern im Test gehörten zahlreiche teure Edelmarken aus der Parfümerie, unter anderem der „Dior Rouge Diorific Dolce Vita Red” (22,95 Euro) und der Aqualumiere Macao von Chanel (22 Euro). Beide Produkte erhielten das niederschmetternde Urteil „ungenügend”, Im Lippenstift von Dior fand sich sogar der Farbstoff Anilin, der sich in Tierversuchen als krebserregend gezeigt hat.
Gesundheitliche Beschwerden durch Farbstoffe
In acht Produkten kam der gelbe Farbstoff Tartrazin zum Einsatz. Er ist zwar als Kosmetik- und Lebensmittelfarbstoff zugelassen, steht aber unter dem Verdacht, beim Verschlucken Unverträglichkeiten wie Hautausschläge, Juckreiz, Asthma, Ödeme oder Schnupfen hervorzurufen. Auch im Parfüm der Lippenstifte stecken bedenkliche Substanzen. So entdeckten die Tester im Kron Lipstick von Interco (3,49 Euro) künstliche Moschusverbindungen, die sich als Giftstoffe im Fettgewebe ablagern. Als problematisch bewerteten sie auch, dass viele Hersteller bedenkliche, hormonell wirkende UV-Filter einsetzen. Sie sind ohnehin überflüssig, denn die Pigmente der Lippenstifte schützen ausreichend vor der Sonne.
Quelle: T-Online Gesundheit
22.9.2009 bei 09:19
Wirklich?Ich weiß das nicht!Interessanter Artikel aus dieser Perspektive hab ich das noch gar nicht betrachtet…Danke für die Infos und für den Beitrag!