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Farblaserdrucker und Feinstaub
Wer viel farbige Dokumente druckt, arbeitet mit einem Farblaserdrucker am besten: Sie drucken sowohl Text- als auch Farbseiten meist schneller als Tintenstrahldrucker und sind bei den Druckkosten in der Regel günstiger. Wermutstropfen: Farblaser sind beim Fotodruck den Tinten-Kollegen unterlegen. Das hat der Test von sechs aktuellen Farb-Laserdruckern gezeigt. Dabei ließ die Fachzeitschrift Computerbild (Heft 22/2008) von der Landesgewerbeanstalt (LGA) in Nürnberg überprüfen, wie die Testkandidaten beim Drucken per Lasertechnik die Umwelt belasten - drei Mal die Note “mangelhaft” war das Resultat. Vier von sechs Farb-Laserdruckern belasten die Raumluft mit so viel Staub wie der Berufsverkehr auf einer Hauptverkehrsstraße. Nach dem Drucken mit den Modellen Xerox Phaser 6125, Xerox Phaser 6110, Samsung CLP-350N und Samsung CLP-310 konnten die Experten zwischen 100.000 und 230.000 winzige Partikel pro Kubikzentimeter Raumluft nachweisen. Außerdem fanden sie im Toner der Modelle HP Color Laserjet CP1515n, HP Color Laserjet CP1215, Samsung CLP-310 und beim Xerox Phaser 6125 Giftstoffe - was zur Abwertung der Geräte führte.
So enthielt der Toner des Samsung Dimethylformamid, das als schädlich für Embryonen gilt. Im Toner der HP-Geräte waren zu viele “flüchtige organische Verbindungen” (TVOC). Ob die Giftstoffe aus dem Toner auch im Feinstaub enthalten sind, ist bislang unklar. Bisher gibt es kein entsprechendes Messverfahren. Weil eine Gesundheitsgefahr nicht ausgeschlossen werden kann, sollte die Feinstaubbelastung so niedrig wie möglich sein. Nachweisen lassen sich allerdings gasförmige Stoffe, die beim Drucken freigesetzt werden.
Bei den aktuellen Messungen von Schadstoffen in der Raumluft blieben nur der HP Color Laserjet CP1515n und der Xerox Phaser 6125 unter den LGA-Grenzwerten.
Alle anderen Geräte setzten zu viel krebserregendes Benzol frei. Der Samsung CLP-350N trägt deshalb das Umwelt-Siegel “Blauer Engel” zu Unrecht. Den Test-Sieg holte sich der HP Color Laserjet CP1515n: Das Gerät bietet eine ordentliche Druckqualität und hielt sich beim Feinstaub-Ausstoß zurück (weniger als 1.000 Partikel je Kubikzentimeter Raumluft). Für die TVOC-Verbindungen im Tonerpulver gab es zwar eine Abwertung. Die Stoffe blieben aber im Toner, und auch in der Raumluft konnten keine gasförmigen Schadstoffe nachgewiesen werden. Als einziger Test-Kandidat hielt das Gerät die Grenzwerte des Umweltzeichens “Blauer Engel” ein.
Fundstelle: Computerbild.de 2008
Schadstoffe bei normalen Laserdruckern: http://s267274200.online.de/archives/383