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Hausfrauenekzem
Beim Hausputz wird mit Wasser und diversen Putzmitteln dem Schmutz der Garaus gemacht.
Jedoch: Sichtbar zeigen sich die schädlichen Spuren des Wassers und vieler Reinigungsmittel auf empfindlicher Haut. Wenn der schützende Lipidfilm erst einmal durch zu intensiven Kontakt mit Wasser gestört ist, können allergieauslösende Stoffe leicht eindringen. Dabei geraten vermehrt Wasch-, Putz- und Körperpflegemittel in die Diskussion.
Trockene Haut hat von Natur aus bereits eine verminderte, gestörte Barrierefunktion und einen geschwächten Säureschutzmantel. Durch intensiven Kontakt mit Wasser wird die Barrierefunktion zusätzlich herabgesetzt und Reizstoffe können leichter in die oberen und mittleren Hautschichten eindringen. Die Folge sind irritative/ hautreizende und allergische Reaktionen. Bei einer Hausfrau/-mann können eine Vielzahl von Arbeitsprozessen und Stoffen Auslöser für ein Ekzem sein. Es gibt bisher keine statistischen Daten über Häufigkeit und auslösende Substanzen. Erschwert wird dies auch dadurch, dass die notwendigen Informationen zu Inhaltsstoffen auf den Haushaltsprodukten fehlen. Im Gegensatz zu Kosmetika, wo eine vollständige Deklaration der Inhaltsstoffe vorgeschrieben ist, finden sich auf den Verpackungen von Wasch- und Reinigungsmitteln – wenn überhaupt – nur grobe Angaben über Inhaltsstoffe. Genaue chemische Angaben fehlen hingegen fast vollständig.
Hautreaktionen durch Inhaltsstoffe
Als irritierende oder allergische Auslöser von Wasch- und Reinigungsmitteln kommen neben Wasser eine Reihe von unterschiedlichen Substanzen in Betracht wie Tenside, Lösungsmittel – z.B. Alkohole-, Enzyme, Optische Aufheller, Duftstoffe, Konservierungsmittel, Metallspuren, Farbstoffe, Lanolin, Kolophonium usw. Duftstoffe und ätherische Öle dienen in erster Linie dazu, ein Produkt kosmetischer erscheinen zu lassen und die Eigengerüche der verschiedenen Inhaltsstoffe zu überdecken. Sie tragen nicht zur Wirksamkeit der unterschiedlichen Mittel bei. Nach Angaben des Informationsverbunds Dermatologischer Kliniken (IVDK) reagieren ca. 10,5% (2000) der getesteten Patienten auf eine Standard-Testlösung aus acht häufig eingesetzten Duftstoffen. Bei der Behandlung des Hausfrauenekzems ist die Vorbeugung sehr wichtig. Immer ist es sinnvoll, bei Arbeiten im Haushalt mit Handschuhen zu arbeiten, sobald Wasser, Lösungsmittel, Tenside und andere die Haut abnutzende Schadstoffe oder Kontaktallergene im Spiel sind. Da oft Gummi- oder Latexhandschuhe nicht vertragen werden, sollten Haushaltshandschuhe mit einer Innenbeschichtung aus Baumwolle oder dünne Baumwollhandschuhe zum Unterziehen besorgt werden. Eine Vielzahl an latexfreien Haushaltshandschuhen sind inzwischen im Handel zu finden. Es gibt für den modernen Haushalt inzwischen einige Alternativen, wie die Verwendung von Mikrofasertüchern oder der Einsatz von Dampfreinigern, die mit Wasserdampf ohne Putzmittel arbeiten. Hier dürfen jedoch der relativ hohe Anschaffungspreis sowie die Energiekosten nicht unerwähnt bleiben. Suchen Sie Hersteller von Wasch- und Reinigungsmittel, die auf schädliche Stoffe verzichten.
Tipps bei Handekzem
- Wasserkontakt für die Hände auf ein Minimum reduzieren.
- Zum Spülen, Putzen usw. immer Handschuhe mit Baumwoll- oder Leineninnenfutter tragen. Sollten diese feucht werden, müssen sie sofort gegen trockene ausgewechselt werden.
- Händewaschen in lauwarmem (besser kaltem) Wasser. Achten Sie auf einen kurzen Wasserkontakt. Nur bei stärkerer Verschmutzung einfache Seife ohne Parfüm und antiseptische Zusätze benutzen oder tensid- und seifenfreie Handwaschlotionen.
- Bei Wasserkontakt oder Hausarbeit keine Ringe tragen.
- Trocknen Sie die Hände nach dem Waschen sorgfältig.
- Cremen Sie Ihre Hände nach dem Waschen sowie zwischendurch regelmäßig ein.
- Bei ausgeprägten Hauterscheinungen die Hände über Nacht mit einer wasserfreien Fettsalbe einreiben und ggf. Baumwollhandschuhe anziehen. Dies beschleunigt den Wiederaufbau der natürlichen Hautschutzbarriere.
- Zum Geschirrspülen laufendes warmes Wasser und geringe Mengen eines milden Geschirrspülmittels verwenden. (Besser: Geschirrspülmaschine).
- Wäsche möglichst nur mit der Waschmaschine waschen. Spülgänge wiederholen, um sämtliche Waschmittelreste zu entfernen.
- Vermeiden Sie Kontakt mit Metallpolituren, Bohnerwachs, Schuhcreme, Boden-, Auto-, Möbel- und Fensterputzmittel
Fundstelle: www.gesunderhaushalt.de unter Presse/Infos