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Glücksgefühle aus Gemüse

Dieser Eintrag stammt von Jörg Am 30.8.2010 @ 21:58 In Gesundheit allgemein, Ernährung | 1 Kommentar

Schon Großmütter wussten Dinge wie, “Sauer macht lustig” - wie in jeder alten Weisheit steckt auch hier ein wahrer Kern. Viele Lebensmittel sind echte Stimmungsheber. Wir geben eine Übersicht über die wichtigsten.

Einige Wirkstoffe im Essen können die Laune verbessern. Zum Beispiel Capsaicin, das in Paprika und Peperoni steckt. Manchmal macht Essen nicht nur satt, sondern auch glücklich. Denn Lebensmittel wie Schokolade, Peperoni oder Nüsse enthalten bestimmte Wirkstoffe, die im Körper die Ausschüttung von Hormonen anregen, die wiederum Einfluss auf die Stimmung des Menschen haben. Eine Auswahl dieser Wirkstoffe mit ihrer Funktion im Körper haben wir zusammengestellt:

Capsaicin
Dieser Wirkstoff kommt beispielsweise in Paprika, Peperoni und Chili-Schoten vor. Capsaicinoide regen die Produktion von Endorphinen an, die auch als Glückshormone bezeichnet werden. Endorphin ist eine Wortkreuzung aus “endogenes Morphin”, ein vom Körper selbst produziertes Opioid.

Tryptophan Die Aminosäure kurbelt die Bildung von Serotonin, das ebenfalls zu den “Glückshormonen” zählt, und Melatonin, das als “Schlafhormon” bekannt ist, an. Tryptophan kann vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt werden und muss zum Beispiel über Milch und Milchprodukte, Geflügel, Rindfleisch, Nüsse, Seefisch, Hülsenfrüchte, Eier oder Schokolade aufgenommen werden.

Vitamin C
Das Vitamin ist ein wichtiger Katalysator für die Bildung aller Glückshormone und nimmt eine Schlüsselrolle bei der Bildung von Serotonin ein. Es kommt reichlich vor in Zitrusfrüchten, Paprika, Kiwis, Ananas, Petersilie und Johannisbeeren. Eine Überdosierung ist nicht möglich, denn ein Überschuss des Vitamins wird innerhalb von 24 Stunden über den Urin ausgeschieden. Es ist daher wichtig, Vitamin-C-reiche Lebensmittel, über den Tag verteilt, zu sich zu nehmen. Der tägliche Bedarf wird kontrovers diskutiert. Ein gesunder Mensch, der nicht durch Stress, Umweltgifte, schlechte Ernährung oder Rauchen geschädigt ist, muss kaum einen Mangel an Vitamin C befürchten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene 100, für Raucher 150 Milligramm täglich.

Omega-3-Fettsäuren
Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Stimmung des Menschen mit der Anzahl der in den Blutbahnen zirkulierenden Omega-3-Fettsäuren steigt. Die langkettigen Fette finden sich vor allem in frischem Fisch. Depressionskrankheiten treten in asiatischen Ländern, in denen viel Seefisch verzehrt wird, Studien zufolge bis zu zwölf Mal seltener auf als in unseren Breitengraden. Empfohlen werden pro Woche zwei bis drei Portionen frischer Fisch.

Kalzium
Ist der Kalziumspiegel im Keller, ist das Nervenkostüm sensibel. Der Mineralstoff kommt im Körper in großer Menge vor und wird vor allem in den Knochen gespeichert. Enthalten ist er vor allem in Milch, aber auch in grünen Pflanzen, also in Salat oder Kohl. Im Gegensatz zu Vitamin C geht Kalzium beim Kochen nicht verloren. Kalzium ist auch das wichtigste Mineral zur Entsäuerung des Körpers. Wer viele tierische Produkte isst, Alkohol und Kaffee trinkt, raucht oder Stress hat, sollte unbedingt auf eine hinreichende Kalziumzufuhr achten.

Magnesium
Magnesium beruhigt das Nervensystem, es wird deswegen auch als “Salz der inneren Ruhe” oder Stresskiller bezeichnet. Das liegt daran, dass es die Erregungsweiterleitung der Nerven dämmt, die den Stress hervorrufen. Magnesium hilft dabei, die Muskeln zu entspannen. Reich an Magnesium sind Vollkornbrot, Milchprodukte, Bohnen, Linsen, Bananen, getrocknete Aprikosen und Nüsse.

Eisen
Eisen steigert die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit des Menschen. Es ist enthalten in Sojabohnen, Spinat, Vollkornbrot, Mandeln, Innereien, Fleisch, Hülsenfrüchten und Sardinen. Anzeichen von Eisenmangel können Blässe, Müdigkeit, Kopfweh und Leistungsschwäche sein. Auch wer schnell friert, rissige Lippen oder brüchige Fingernägel hat, ist möglicherweise nicht ausreichend mit dem lebenswichtigen Mineral versorgt. Der Berufsverband Deutscher Internisten gibt für die Eisenaufnahme folgende Empfehlungen: Männer sollten täglich zehn, Frauen 15, stillende Mütter 20 und schwangere Frauen 30 Milligramm Eisen zu sich nehmen.  

Autorin:  Kerstin Metze 

Fundstelle:  Kölnische Rundschau vom 24.06.2010


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