Zur Wirksamkeit der Grippeschutzimpfung

Von »60 Prozent Wirksamkeit« zu sprechen, ist völlig absurd und in höchstem Maße irreführend. Denn zunächst einmal glauben ja die meisten, »60 Prozent Wirksamkeit« bedeutet, 60 von 100 Geimpften würden nicht an Grippe erkranken!Also impliziert die Behauptung von »60 Prozent Wirksamkeit«, nach einer Grippeimpfung stünden die Chancen 6:10, nicht an Grippe zu erkranken.

In Wirklichkeit erkranken überhaupt nur 2,7 von 100 Menschen an der Grippe.

Grippeimpfstoffe verhinderten nur bei 1,5 von 100 geimpften Erwachsenen eine Grippeerkrankung.

Diese Zahl findet sich in der Studie: Wirksamkeit und Effizienz von Grippeimpfstoffen: Systematische Untersuchung und Meta-Analyse«.   Eine im Dezember 2012 im Wissenschaftsmagazin Lancet veröffentliche Studie.  (Zusammenfassung – Englisch Wirksamkeit der Grippeimpfung). Michael Osterholm und ein Team vom Center for Diseade Research and Policy (CIDRAP) der Universität von Minnesota durchforsteten Studien und sprachen mit Experten.

Die »Kontrollgruppe« von Erwachsenen bestand aus 13.095 nicht Geimpften, die darauf beobachtet wurden, ob sie an Influenza erkrankten. Bei über 97 Prozent war dies nicht der Fall. Nur 357 erkrankten an Grippe.

Die »Behandlungsgruppe« bestand aus Erwachsenen, die mit einem trivalenten inaktivierten Influenza-Vakzin geimpft wurden. Laut Studie erkrankten von dieser Gruppe nur 1,2 Prozent an der Grippe.

 Anders formuliert: Grippeimpfstoffe sind bei 98,5 der Erwachsenen unwirksam.

Auch die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts für Deutschland sind ähnlich. Die Effektivität der Grippeimpfung der vergangenen Saison lag bei 49 Prozent. Aber nicht 49% der Geimpften wurden geschützt, sondern 49 der Personen, die statistisch ohne Impfung erkrankt wären. Auch hierzulande erkranken ca. 100 Personen pro 1.ooo geimpfter Einwohner, von denen nach Impfung 51 erkrankt sind.   Insgesamt auch nur 5 % der 1.000 Geimpften.

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