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Hausstaubmilben ist nicht beizukommen

Asthma-Patienten, die allergisch auf Hausstaub reagieren, können den häuslichen Kampf gegen Milben einstellen. Ob Vakuum-Sauger, Matratzen-Encasings oder chemische Keulen: Ein umfangreiches Cochrane-Review hält keine der bekannten Maßnahmen für empfehlenswert.
“Wir können zuverlässig schlussfolgern, dass es keinen Grund gibt, für Vakuum-Sauger, spezielle Matratzenbezüge oder Chemikalien Geld auszugeben. Sie sind allesamt unwirksam”, sagt Dr. Peter Gotzsche vom Cochrane-Centre in Kopenhagen.
Für den heute online publizierten Review-Artikel (Cochrane Database of Systematic Reviews; DOI: 10.1002/14651858.CD001187.pub3) werteten Gotzsche und Kollegen 54 Studien mit insgesamt 3.002 Asthma-Patienten aus, die allergisch gegen Hausstaub waren.

In den zwei Wochen bis zwei Jahre dauernden Studien waren alle möglichen Strategien gegen Hausstaubmilben geprüft worden. Von der chemischen Keule über Matratzen-Encasings bis zum Vakuum-Sauger und häufiger Heißwäsche des Bettzeugs.

Morgendlicher Peak-flow unverändert

In keiner der Studien - darunter auch solche mit wissenschaftlich eher zweifelhaftem Ansatz - zeigte sich eine signifikante Änderung des morgendlichen Peak-flow.
Gotzsche führt die dürftigen Resultate auf die Tatsache zurück, dass die Wirkung der Maßnahmen einfach nicht ausreicht. Manche Methoden eliminieren deutlich mehr als die Hälfte des Milbenbestands, doch selbst 90-prozentige Erfolgsraten wären insuffizient. Denn der Allergenbestand in Wohnungen ist Gotzsche zufolge so hoch, dass die verbleibenden “Reste” allemal ausreichen, um Asthmaanfälle auszulösen.

Fundstelle:
http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_dermatologie_allergie_haussstaub_120835067323.htm

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