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Archive für 8.12.2008

Krebsrisiko von Rauchern

Verglichen mit Nichtrauchern haben Raucher von mehr als 1 Schachtel Zigaretten pro Tag ein 8-fach höheres Krebsrisiko.
Das tägliche Trinken einer Alkoholmenge von mehr als 60 Gramm Äthanol (entspr. 0,75 l Wein) erhöht das Krebsrisiko um das 9-fache.
Wer aber entspr. Mengen raucht und trinkt hat ein 50-faches Krebsrisiko.

Fundstelle:   Krebs und Lebensgewohnheiten  (veröffentlicht unter IARC Sci. Publ. Nr. 156, 151-154 (2002))

Nährstoffe in unserer Nahrung

In den Jahren 1985 und 1996 wurden zwei voneinander unabhängige Untersuchungen über die Inhaltsstoffe unserer Nahrung durchgeführt. Der bekannte Ernährungswissenschaftler und Sportmediziner Prof. Dr. Heinz Liesen stellte am 24.8.1997 in einem Artikel in der „Welt am Sonntag“ fest, dass die Qualitätunserer Ernährung hinsichtlich der wichtigen Inhaltsstoffe stark rückläufig ist und unsere normale Ernährung schon seit Jahren nicht mehr den eigentlichen Grundbedarf unseres Körpers an Vitaminen und vielen anderen Mikronährstoffen deckt, was dazu führte, dass die Menschen zwar noch nicht krank sind, das Immunsystem jedoch bei den meisten Menschen bereits stark geschwächt ist, wodurch die Anfälligkeit für Krankheiten immens steigt. 1985 und 1996 gab es 2 Untersuchungen aller möglicher Lebensmittel auf ihre Inhaltsstoffe. Die Werte sind immer je 100g angegeben: 

Lebensmittel Inhaltsstoffe 1985 1996 Differenz
Bananen Calcium
Folsäure
Magnesium
Vitamin B6
8
23
31
330
7
3
27
22
minus 12%
minus 84%
minus 13%
minus 92%
Bohnen Calcium
Folsäure
Magnesium
54
39
26
34
6
22
minus 37%
minus 84%
minus 15 %
Brokkoli Calcium
Folsäure
Magnesium
103
47
24
33
23
18
minus 60%
minus 25%
minus 25%
Kartoffeln Calcium
Magnesium
Vitamin C
14
27
25
4
18
20
minus 70%
minus 33%
minus 25 %
Spinat Magnesium
Vitamin B6
Vitamin C
62
200
51
19
82
21
minus 68%
minus 59 %
minus 58%

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Männer vom Aussterben bedroht?

Verweiblichung in der Natur auf der einen Seite, verringerte Spermienproduktion beim Mann auf der anderen. Der Film von Sylvie Gilman und Thierry de Lestrade ist eine wissenschaftliche Ermittlung, die beunruhigende Fakten aufdeckt und störende Fragen aufwirft. 

  • Die Spermienproduktion des Mannes hat sich in den letzten 50 Jahren um durchschnittlich 50 % verringert. Warum?
  • In den westlichen Ländern treten immer mehr Fälle von Hodenkrebs auf. Eine Studie aus dem Jahr 2004 belegt, dass die Anzahl der Neuerkrankungen in Frankreich in den letzten 20 Jahren um 50 % gestiegen ist. Warum? 
  • Auch die Anzahl von angeborenen Missbildungen der männlichen Fortpflanzungsorgane nimmt zu. Warum? 
  • Die Populationen mancher Flussfische verweiblichen sich. Außerdem werden u. a. bei Seehunden, Vögeln, Alligatoren und Fröschen vermehrt Missbildungen an Geschlechtsorganen und Unfruchtbarkeit festgestellt. Studien über die Tierwelt belegen eine wachsende „Entmännlichung“.  Warum?  

Verweiblichung in der Natur auf der einen Seite, verringerte Spermienproduktion beim Mann auf der anderen. Merkwürdige und beunruhigende Entwicklungen, zwischen denen lange Zeit niemand einen Zusammenhang sah oder sehen wollte.  

Und wenn die beobachteten Phänomene eine gemeinsame Ursache hätten? 

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Nikotin und Brustkrebs

Washington (RPO). Die Vermutung scheint bewiesen: Nikotin kann die Entwicklung von Brustkrebs beeinflussen. Das sagt eine US-Studie. Erstmals untersuchten US-Wissenschaftler die Auswirkungen des Tabakgifts auf Brustzellen und fanden Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang, wie aus einem am Mittwoch erschienenen Artikel in der Fachzeitschrift “Cancer Research” hervorgeht. 
“Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass Nikotin generell eine Rolle bei der Entwicklung von Krebs spielt, aber über die Auswirkungen dieser Substanz auf das Wachstum und die Ausbreitung von Brustkrebs weiß man nur wenig”, erklärte Chang Yan Chen von der Harvard-Universität in Massachusetts. 
Bei einer Reihe von Tests fanden die Wissenschaftler heraus, dass Deckgewebe aus der Brust und Krebszellen über Nikotinrezeptoren verfügen, die das Zellenwachstum und die Zellwanderung bei Zufuhr von Nikotin anregen. Bislang wissen die Wissenschaftler jedoch nur wenig über die Funktion der Nikotinrezeptoren in Brustgewebezellen. 
Tierversuche ergaben jedoch, dass Nikotin in das Zellwachstum eingreift und zum Wachstum von Krebszellen in der Brust beiträgt. Das Nikotin errege dabei nicht direkt Krebs, sondern verbinde sich zunächst mit anderen Substanzen, bevor es zum Krebswachstum beitrage. Weitere Studien seien aber noch nötig, um diese ersten Erkenntnisse zu festigen, sagte Chen.

Fundstelle:  ngz-online vom 16.10.2008   http://www.ngz-online.de/public/article/wissen/gesundheit/626616/Nikotin-kann-Entwicklung-von-Brustkrebs-foerdern.html

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