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Archive für 18.12.2008

10 Tipps zur Darmgesundheit

Der Darm: wichtigste Barriere gegen Eindringlinge 

Im Darm landen neben der Nahrung auch viele Schadstoffe und Keime. Hier werden gute Nährstoffe von schädlichen Stoffen getrennt. Eiweiße, Fett, Kohlenhydrate sowie Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe werden vom Dünndarm an den Körper weitergegeben. Schad- und Giftstoffe sowie unerwünschte Keime werden dagegen gebunden und ausgeschieden. 

Der Darm ist somit die erste und wichtigste Barriere gegen Eindringlinge, die unsere Gesundheit angreifen. Neben der Abwehrarbeit im Darm selbst werden in der Darmschleimhaut Immunzellen produziert, die über die Lymphbahnen im Körper verteilt werden. Solange der Darm gesund ist, haben es Krankheitserreger schwer, in den Organismus durchzukommen. Dass der Darm gesund bleibt, dafür sorgen die folgenden 10 Tipps.


Kompletter Text: http://www.s-hennebach.de/PDF1/Darmgesundheit.pdf  

Medikamente als Nährstoffräuber

Aspirin kann die Ausscheidung von Vitamin C verdreifachen.  Mehr denn je zuvor werden ständig irgendwelche Medikamente geschluckt. Was die meisten aber nicht wissen: viele dieser Medikamente - ob vom Arzt verschrieben oder ohne Rezept gekauft - entziehen genauso viel wie sie geben, jedenfalls unter dem Gesichtspunkt der Ernährung. Allzu oft stoppen die Medikamente entweder die Aufnahme von Nährstoffen oder stören die Fähigkeit der Zellen, sie zu verwerten. 

Eine neuere Studie hat gezeigt, dass manche Wirkstoffe in den gängigen, freiverkäuflichen Mitteln gegen Erkältung, Schmerz und Allergien den Vitamin-A-Spiegel im Blut senken. Da Vitamin A die Schleimhäute von Nase, Rachen und Lunge schützt und stärkt, kann ein Defizit daran zur Folge haben, dass die Bakterien sich vermehren und dadurch die Krankheit verlängert wird, die man durch das Medikament eigentlich bekämpfen wollte.

Kompletter Text: Medikamente als Nährstoffräuber

Grüne Medizin gegen Krebs und Co.

Jedes Jahr sterben in Deutschland 210.000 Menschen an Krebs. Jeder dritte, so die Einschätzung zahlreicher Gesundheitsorganisationen, erkrankt, weil er sich falsch ernährt. Die Grundpfeiler einer gesunden Ernährung sind hinlänglich bekannt. Obst und Gemüse nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Die Deutschen sind allerdings ausgesprochene Gemüsemuffel. Nach dem Ende des II. Weltkrieges haben sich gerade mal zwei neue Gemüsesorten, Brokkoli und Chicoree, in die deutsche Küche verirrt. Und nur 90 kg Gemüse pro Person und Jahr werden hierzulande verzehrt. Für eine gesunde Ernährung wären dagegen 125 kg anzustreben. Andere Nationalitäten essen sehr viel mehr. Italiener beispielsweise verbrauchen 200 Kilogramm Gemüse pro Jahr und Person. Südkoreaner erreichen einen Spitzenwert von 236 Kilogramm! 

Den Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs bestreitet heute niemand mehr, Die Forschung hat in mehr als 250 epidemiologischen Studien nachgewiesen, dass ein hoher Verbrauch von Obst und Gemüse vor bestimmten Krebsarten schützt. Das betrifft vor allem Lunge, Mund und Rachen, Darm und die Bauchspeicheldrüse. Die europäische EPIC-Studie belegt beispielsweise ganz konkret: Menschen mit einem hohen Obst- und Gemüseverzehr haben ein um 40 Prozent verringertes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken. Für weitere Krebsarten wie Blasen-, Brust-, Gebärmutterhals-, Kehlkopf- und Schilddrüsenkrebs nehmen die Wissenschaftler an, dass Obst und Gemüse das Risiko wahrscheinlich oder möglicherweise senkt.Noch sind nicht alle Zusammenhänge, die vermutet werden, auch bewiesen. Ob Patienten, die bereits an Krebs erkrankt sind oder waren, ihr Rückfallrisiko senken können, ist dagegen umstritten oder nicht ausreichend belegt. Eine gesunde Ernährung kann jedoch immer zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes betragen.Für die krebsschützende Wirkung von Obst und Gemüse scheint eine Kombination verschiedener Stoffe verantwortlich zu sein. 

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Inulin und Oligofruktose

Positive Effekte auf die Mineralstoffresorption

Inulin und Oligofruktose sind komplex aufgebaute Zuckermoleküle aus Fruktose- und Glukoseeinheiten. Während Oligofruktose zwischen 2 und 9 Zuckerbausteinen aufweist, ist Inulin aus bis zu 90 Monosacchariden aufgebaut. Inulin und Oligofruktose sind natürliche Stoffe, die als Reservekohlenhydrate z. B. in Zwiebeln, Chicorée, Lauch, Artischocken, Bananen und Getreide vorkommen. Inulin kann aus den Zichorienwurzeln in einem Verfahren gewonnen werden, dass der Gewinnung von Zucker aus der Zuckerrübe gleicht.
Oligofruktose wird wiederum aus Inulin gewonnen.

In der Lebensmittel-Technologie sind Inulin und Oligofruktose wegen ihrem positiven Geschmack geschätzt. Inulin vermittelt im Mund ähnlich wie Fett einen sahnigen Geschmackseindruck und wird deshalb als Fettersatz zum Beispiel bei Magermilchjoghurts verwendet. Oligofruktose hat eine leichte Süße und wird als Zuckeraustauschstoff benutzt.

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Hormontherapie - Fatale Nebenwirkung

Die Arzneimittelkommission und Gesundheitsministerin Schmidt warnen vor den Risiken der Hormontherapie! 

Privat hat Bruno Müller-Oerlinghausen sein Urteil gefällt. Seine Frau, so der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, würde niemals Hormone gegen Wechseljahrebeschwerden nehmen. Im Freundeskreis seien mehrere Bekannte an Brustkrebs gestorben - „und alle hatten zuvor über Jahre Hormone genommen. Das ist schon auffällig.“ 

Aus dem Bauch heraus allerdings sollen Deutschlands Ärzte künftig gerade nicht mehr entscheiden, wann sie welcher Frau eine Hormontherapie verschreiben. Die Arzneimittelkommission - welche die Nebenwirkungen von Medikamenten überwacht - warnte jetzt davor, die Hormonpillen langfristig zur Vorbeugung von Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall einzunehmen. „Auf Grund der Hormonpillen erkranken jedes Jahr zusätzlich 10 000 Frauen in Deutschland an Brustkrebs“, so die Berliner Frauenärztin Martina Dören. Die Leiterin des Forschungszentrums für Frauengesundheit ist Mitautorin der ersten Therapieleitlinie zur Hormonersatztherapie, die die Kommission vergangenen Dienstag herausgegeben hat (akdae.de). 

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Die große Hormonblamage

Fünf Millionen Frauen in Deutschland schlucken Hormone als Schutz vor Altersleiden jeder Art.

Jetzt offenbaren neue Studien: Die von Gynäkologen hoch gelobten Östrogene nutzen als Jungbrunnen wenig, die Nebenwirkungen der Dauertherapie wurden hingegen unterschätzt. Gleich mehrere Studien aus den USA und Großbritannien erschüttern den Glauben an die Pille als Jungbrunnen. Epidemiologen und Statistiker, aber auch Hormonspezialisten decken die Mängel zahlreicher älterer Untersuchungen auf und können, nach strenger Prüfung, wenig oder auch gar keinen Nutzen der Hormonkur mehr finden. Das vieldiskutierte, oft verleugnete Brustkrebs-Risiko, aber auch Nebenwirkungen auf Herz und Kreislauf treten hingegen umso deutlicher zu Tage. 

„Je mehr solcher Arbeiten auf den Tisch kommen, desto größer sind die Enttäuschungen“, sagt Ingrid Mühlhauser, Professorin für Gesundheit an der Universität Hamburg. Die Endokrinologin sieht „eine der größten Blamagen in der Medizin“ voraus: „Massive Trugschlüsse seien aus untauglichen Daten gezogen worden, vom angeblichen Segen der Östrogene werde kaum etwas übrig bleiben“.

Autorin: Renate Nimitz-Köster

Kompletter Text:  Die Hormonblamage

Fundstelle:  Der Spiegel  30/2001

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