Archive for Mai, 2009

Obst und Gemüse – meist nährstoffarm?

Montag, Mai 25th, 2009

Allein in Deutschland gibt es die verschiedensten Ackerböden, Pflanzensorten und Anbaumethoden – kein Wunder also, dass es schwierig ist, eine pauschale Aussage über die Nährwertgehalte von Lebensmitteln zu treffen. Wissenschaftler arbeiten daran, durch Studien genauere Werte zu ermitteln. Doch die Ergebnisse sind häufig widersprüchlich. Einige Untersuchungen bescheinigen unseren Speisen einen hohen Gehalt an Vitaminen & Co., andere Studien berichten jedoch von der Nährstoffverarmung der Lebensmittel. Das sorgt für Verwirrung. Ein Zuschauer der Servicezeit: Essen & Trinken, Biologielehrer Jürgen Nolde, bat die Redaktion daher um Rat. Mit unserer Unterstützung versuchte er die besten Experten und damit auch verlässliche Antworten auf die Fragen zu finden: Sind die Böden tatsächlich ausgelaugt und Obst und Gemüse arm an gesunden Vitalstoffen? 

(mehr …)

Kalorieneinnahme in der Kindheit und Krebssterblichkeit

Sonntag, Mai 24th, 2009

Eine hohe Kalorieneinnahme während der Kindheit ist mit einer erhöhten Krebssterblichkeit im Erwachsenenalter assoziiert.  

Fundstelle:  Childhood energy intake and adult mortality from cancer: the Boyd Orr Cohort Study. Frankel S, Gunnell DJ, Peters TJ, Maynard M, Davey Smith G. Department of Social Medicine, University of Bristol.

Für jeden ein individelles Vorsorgeprogramm

Dienstag, Mai 19th, 2009

Der einstige Chefarzt der Nuklearmedizin an den HSK, Professor Dr. Jörg Spitz, hat sich zum Ernährungsexperten gewandelt. Er will mit einem Konzept für ganzheitliche Gesundheitsvor-sorge ein Umdenken in der Gesellschaft erkämpfen. Der Kurier sprach mit ihm. 

Weiterlesen:  für jeden ein individuelles Vorsorgeprogramm

Analog-Käse: Verbrauchertäuschung mit Kunstkäse

Montag, Mai 18th, 2009

Billig-Pizzas können mit künstlichem Käse belegt sein.  

Käse ist nicht gleich Käse: Laut einem Bericht des ZDF-Magazins „Frontal 21“ liegt auf Käsebrötchen und Pizzas statt Käse immer häufiger eine Mischung aus Wasser, Eiweiß und Pflanzenfett – so genannter „Analog-Käse“. Die Mischung schmeckt nach Käse, enthält aber keine Kuhmilch. Auch mit Schafskäse werden solche Tricksereien betrieben. Das Problem dabei: Der Verbraucher erfährt meistens nicht, ob er es mit echtem oder falschem Käse zu tun hat.    

Analog-Käse ist billiger 

(mehr …)

Vitaminpräparate alles andere als gesund

Montag, Mai 18th, 2009

Sehen Sie den kurzen Film unter  

http://www.rtl.de/rtlaktuell/rtl_aktuell_videoplayer.php?article=28198&pos=14

Eine fette Lüge

Sonntag, Mai 17th, 2009

Seit Jahrzehnten warnen renommierte Ernährungs-Experten vor tierischen Fetten und behaupten, sie seien DIE Ursache für Herzinfarkte. Aber das stimmt gar nicht! Nun mal Butter bei die Fische: So (un-)gefährlich ist Fett wirklich. Die gute Nachricht: Sie können auch noch etwas anderes als Gemüse essen, völlig darauf verzichten sollten Sie aber natürlich auch nicht 

Blut stand noch in den 1960er-Jahren regelmäßig auf dem Speiseplan der Massai. Daneben ernährte sich das ostafrikanische Volk fast ausschließlich von der Milch und dem Fleisch von Rindern. Diese Ernährung lieferte ihnen täglich fast 3.000 Kalorien, überwiegend aus gesättigten Fettsäuren. Wer jetzt aber glaubt, dass die meisten Nomaden auf Grund dessen an Herzinfarkt oder Schlaganfall starben, irrt. Ihre Blutfettwerte gehören zu den niedrigsten, die je gemessen wurden, hat US-Forscher Dr. George Mann von der Vanderbilt University in Nashville/Tennessee ermittelt. Herzerkrankungen waren bei den Massai nahezu unbekannt – trotz fettreicher Ernährung.  

Alles fußt auf einer Hypothese 

(mehr …)

Nahrungsergänzung in der Orthopädie

Sonntag, Mai 17th, 2009

Nach heutigem Wissen spielt oxidativer Stress als pathogenetischer Faktor einer Vielzahl von krankhaften Zuständen eine bedeutende Rolle. Unter oxidativem Stress ist ein Ungleichgewicht zwischen dem Aufkommen von Sauerstoffradikalen und dem Vorhandensein von schützenden Antioxidantien zu verstehen. Eine Unzahl von Studien auf diesem Gebiet gelegt mehr und mehr die komplexen pathologischen Zusammenhänge. 

In diesem Zusammenhang gewinnt die Ernährung einen herausragenden Stellenwert. Ist es doch die Nahrungszufuhr, die eine ausreichende Versorgung mit exogenen Antioxidantien sicherstellen soll. Leider trifft hier die Forderung der Ernährungswissenschaft, sich ausreichend mit Obst und Gemüse zu ernähren, auf die Realität unserer mitteleuropäischen Ernährungsweise mir ihrem Übermaß an tierischer Kost wie Fleisch und Wurst. 

(mehr …)

Wie gesund ist scharf?

Samstag, Mai 16th, 2009

Es gibt Menschen, die mögen das schmerzhafte Brennen, das scharfe Speisen im Mundraum verursachen, sie sind regelrecht süchtig danach. Anderen verursacht der bloße Gedanke an die Chili-scharfen Gerichte schon ein böses Magengrummeln. Schärfe treibt Tränen in die Augen und Schweiß auf die Stirn – doch ist sie tatsächlich ungesund, wie viele glauben?  Ein Universitätsprofessor und ein ausgesprochener Chilifan behaupten das Gegenteil: Scharfe Lebensmittel sind gesund, und der Schärfestoff Capsaicin kann sogar therapeutisch eingesetzt werden. Ihr Tipp: Nach und nach kann man seinen Körper ganz einfach an Scharfes gewöhnen. 

Deutschland wird scharf 

Der Trend in Richtung scharf ist auch in Deutschland eindeutig – so gibt es „Mexiko-Wochen“ in einer Burgerkette, die extra-scharfe Version im Baguetteshop oder die Chilischokolade im Supermarktregal. Und sogar der Marktführer bei den Fertigbackmischungen hat mit Chili gewürzte Schokomuffins im Angebot. 

(mehr …)

Paracetamol und Allergien bei Kindern

Donnerstag, Mai 14th, 2009

Neue Studie zu Fieber bei Kindern.

 Fundstelle:  http://www.heilpraktiker-foren.de/forum/showthread.php?t=12492 

Wie kommt es zum Diabetes?

Mittwoch, Mai 6th, 2009

Übergewicht, Gewebshormone, Gene: Beim Typ-2-Diabetes mischen viele Schuldige mit. Ein Experte gab einen Überblick über die aktuelle Einordnung der wesentlichen Faktoren.  Unbestritten gibt es eine erbliche Anlage für den Typ-2-Diabetes. Das haben auch die Patienten mitbekommen, und so antworten sie gerne auf die Frage nach der potenziellen Ursache ihrer Krankheit: „Die Gene sind schuld“, berichtete Professor Dr. Stephan Martin vom Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum an den Sana-Kliniken in Düsseldorf beim Diabetes Update.  

Doch welche Relevanz hat die Genetik wirklich?   (mehr …)

Homocystein – was ist das?

Mittwoch, Mai 6th, 2009

Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die nicht in den Baustoffwechsel des Körpers einbezogen wird, sondern nur als kurzlebiges Zwischenprodukt im komplexen Methionin-Stoffwechsel entsteht.  Ähnlich wie Cholesterin schädigt Homocystein die Gefäßwände. Es fördert die Einlagerung von Fetten in die Gefäßwände, so dass sie ihre Elastizität verlieren (Stichwort Gefäßverkalkung) und Symptome wie Gedächtnisschwäche oder Durchblutungsstörungen auftreten können. Die Oxidation von LDL-Cholesterin wird erleichtert. Homocystein steigert die Blutviskosität und aktiviert die Thrombogenese (Entwicklung von Thrombosen) bei gleichzeitiger Störung der Fibrinolyse (Blutgerinnungshemmung und Blutgerinnselauflösung). Homocystein wird normalerweise im Körper umgewandelt und ausgeschieden. Damit dieser Stoffwechsel optimal ablaufen kann, muss das Zwischenprodukt Homocystein zu Cystein abgebaut oder aber zu Methionin remethyliert werden. Beide Reaktionen sind direkt an Vitamine des B-Komplexes gebunden, welche als Coenzym fungieren.  

Der Homocystein-Spiegel ist aber nicht durch eine Diät oder Abnehmen zu beeinflussen, sondern nur durch die Qualität der Ernährung.

(mehr …)

Keine ACE-Hemmer bei Kinderwunsch

Mittwoch, Mai 6th, 2009

Immer mehr junge Diabetikerinnen erhalten ACE-Hemmer zur Hochdrucktherapie. Leider sind auch zunehmend Schwangere darunter – trotz drohender Gefahr fürs Kind.  Seit Mitte der 90er-Jahre hat sich der Einsatz von ACE-Hemmern bei jüngeren Hochdruckpatientinnen (15 bis 44 Jahre) mehr als verdoppelt. Einer aktuellen Studie zufolge nehmen derzeit 4,4 % aller Frauen im gebärfähigen Alter diese Antihypertensiva ein, berichtete Dr. Helmut Kleinwechter vom Diabetologikum Kiel beim Diabetes Update.  

ACE-Hemmer erhöhen im 1. Schwangerschaftsdrittel das Risiko für schwere Fehlbildungen (Herz, große Gefäße, Zentralnervensystem) um das Dreifache. Laut Dr. Kleinwechter sollten vor allem Hausärzte auch bei Frauen über 35 Jahre an einen möglichen Kinderwunsch denken und die antihypertensive Therapie – am besten schon vor einer Schwangerschaft – umstellen.  

Fundstelle: Medical Tribune   , Ausgabe 18 / 2009  S.10

Wirksamkeit von Grippeschutzimpfung für Ältere meist „bescheiden“

Sonntag, Mai 3rd, 2009

Manche gesundheitsbezogenen Aktivitäten und Maßnahmen erscheinen derart selbstverständlich, plausibel und gesundheitsförderlich, dass ihre Wirkung und Existenzberechtigung gar nicht mehr hinterfragt werden. Ein Paradebeispiel ist die Grippeschutzimpfung für ältere Personen, die ohne Einschränkung „weltweit empfohlen“ wird.

Ob dies berechtigt ist oder ob es sich möglicherweise um eine Fehlversorgung oder eine hohle Versprechung handelt, wollten nun aber doch Wissenschaftler (Jefferson, T.; Rivetti, D. et al.) durch einen systematischen Review der medizinischen Studien überprüfen, die sich mit der Wirksamkeit dieser Impfung bei Personen über 65 Jahren beschäftigten.

Die gerade unter dem Titel „Efficacy and effectiveness of influenza vaccines in elderly people: a systematic review“ in der Fachzeitschrift „Lancet“ (The Lancet 2005; 366:1165-1174) veröffentlichten Ergebnisse dämpfen die populären Erwartungen beträchtlich und sind außerdem von sehr spezifischer Art:
– Nachweisbar hochwirksam ist danach eine Grippeschutzimpfung nur bei älteren Personen, die in Alten- und Pflegeheimen leben. Zumindest zum Teil hilft sie dort gegen die mit einer Grippe verbundenen Komplikationen.
– Für ältere Personen, die nicht pflegebedürftig sind und in Privathaushalten leben, war der Nutzen der Impfung dagegen insgesamt nur bescheiden („modest“) und auch nicht immer nachweisbar.

Fundstelle:  The Lancet 2005; 366:1165-1174

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis Bloggerei.de blog-o-rama.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de

Gesamt-Plasmacarotinoid-Spiegel und Sterblichkeit

Sonntag, Mai 3rd, 2009

In der so genannten InCHIANTI-Studie (1) wurde der Zusammenhang zwischen Plasmacarotinoidspiegeln und Sterblichkeit bei 1043 älteren Menschen in der Region Chianti (Toskana) untersucht. Hintergrund dafür ist die Tatsache, dass der Plasmacarotinoidspigel im Blut als verlässlicher Biomarker für den Verzehr von Obst und Gemüse gilt, welche als protektiv gegenüber diverse Zivilisationserkrankungen angesehen werden. 

In dieser über acht Jahre dauernden Longitudinalstudie wurden Gesamtcarotinoidspiegel (Summe der Konzentrationen an alpha-Carotin, beta-Carotin, beta-Cryptoxanthin, Lutein, Zeaxanthin und Lycopin) erhoben, in drei Gruppen entsprechend den Carotinoidkonzentrationen unterteilt und die Werte in Relation zur Sterblichkeit gesetzt. 

Nach statistischer Anpassung für Alter, Bildung, BMI und dem Auftreten chronischer Krankheiten zeigte sich, dass die Probanden in der Gruppe der höchsten Tertile eine geringere Sterblichkeit aufwiesen als Teilnehmer der niedrigsten Tertile. In Zahlen ausgedrückt war die sogenannte Hazard Ratio 0.81, was in etwa einem um 19% geringeren Sterblichkeitsrisiko gegenüber der Gruppe mit den niedrigsten Carotinoidwerten entspricht. 

Die Autoren folgerten, dass geringe Plasmacarotinoidkonzentrationen im Blut ein unabhängiger Risikofaktor für die Sterblichkeit älterer Menschen in dieser Population sei. 

(1)   Lauretani F. et al.: Low total plasma carotenoids are independent predictors of mortality among older persons: the InCHIANTI study, Eur J Nutr, September 2008; 47(6): 335-340. 

Fundstelle:  ENA Newsletter 4/09    www.enaonline.org