Archive for April, 2010

Nanopartikel – Wie gefährlich sind sie wirklich?

Mittwoch, April 21st, 2010

Sie stecken in Kleidung, Kosmetika und Putzmittel: Nanopartikel. Die millionstel Millimeter kleinen Teilchen besitzen nützliche chemische und physikalische Eigenschaften. Doch Forscher warnen vor einem allzu sorglosen Umgang mit solchen Produkten. Denn im Tierversuch lösten die Partikel Lungentumore aus. Sie gelten als die Wunderdinger schlechthin und sind doch nur millionenstel Millimeter dünn: Nanopartikel. So ist ein menschliches Haar bis zu 80.000 Mal dicker als ein Nanopartikel. Durch ihre Winzigkeit verändern sich die Eigenschaften dieser Zwerge, weil sie in ihrer Summe eine viel größere Oberflächenstruktur haben als ein einzelner Partikel gleicher Gesamtgröße. 

So bewirken die Miniteilchen, dass Lacke sich gleichmäßiger auf dem Untergrund verteilen. Nanosilber in Sport-Funktionskleidung wirkt antibakteriell und verhindert so Schweißgeruch. Nano-Titandioxid in Sonnencremes sorgt dafür, dass auf der Haut kein weißer Creme-Film zurückbleibt. Und Nano-Partikel im Schuhspray stellen eine wasserabweisende Oberfläche her. 

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BUND warnt vor Energiesparlampen

Mittwoch, April 14th, 2010

Sie sollen beim Energie sparen helfen, aber der Inhalt ist hochgiftig. Jetzt warnt sogar der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor Energiesparlampen. 

Zerbricht so eine Lampe, muss das Zimmer gut gelüftet werden. Am besten sei es, außerdem den Raum für mindestens 15 Minuten zu verlassen, rät der BUND.Vor allem Schwangere, Kinder und Haustiere sollen den Scherben fernbleiben. 

Grund: Die Lampen enthalten hochgiftiges Quecksilber. 

Weil Energiesparlampen nicht in den Hausmüll gehören, dürfen die Splitter nicht aufgesaugt werden. Vielmehr sollten sie – ohne direkten Hautkontakt – mit festem Papier oder Klebeband aufgenommen werden. 

Dann kann mit einem feuchten Tuch nachgewischt und alles zusammen in einem fest verschlossenen Schraubglas zu einer Sammelstelle gebracht werden. 

Fernsehen macht Kleinkinder aggressiv

Montag, April 5th, 2010

NEW YORK – Gestresste Mutter, quengelndes Kind – da scheint manchmal der Fernseher die beste Lösung, endlich Ruhe ins Spiel zu bringen. Doch Vorsicht: Langes Glotzen macht die Kleinen erst richtig wild.  Eine US-Studie befragte 3128 Mütter von Dreijährigen nach den Fernsehgewohnheiten sowie einigen Variablen zur Aggressivität ihrer Sprösslinge. Dabei zählte nicht nur die Zeit, die die Kinder vor der Flimmerkiste verbrachten, sondern auch, wie lange diese im Haushalt täglich lief. Außerdem erbaten die Kollegen Angaben zu Wohnumfeld, familiären Schwierigkeiten und mütterlichen Krankheiten wie Depressionen.  

Durchschnittlich saßen die Kleinen drei Stunden pro Tag direkt vor dem Gerät, dazu kamen noch rund fünf Stunden indirekter Berieselung durch einen laufenden Kasten in der Wohnung. Es zeigte sich, dass ein hoher Konsum – sowohl direkt als auch indirekt – in engem Zusammenhang mit der Aggressivität der Kinder stand. Weitere ungünstige Faktoren waren Schläge innerhalb des letzten Monats, ein zweifelhaftes nachbarschaftliches Umfeld, Depressionen der Mutter und elterlicher Stress. Nach diesen Ergebnissen ist zu überlegen, ob Fernsehempfehlungen für Kinder auch Ratschläge für den generellen TV-Gebrauch im Haushalt beinhalten sollten. 

Jennifer A. Manganello et al., Arch Pediatr Adolesc Med 2009; 163: 1037–1045 

Fundstelle: MTD, Ausgabe 8 / 2010 S.6